post

VfL Günzburg kommt – der Tabellendritte gibt sich ein Stelldichein


Ticket Type Price Cart
Ermäßigt / Kinder - Spieltag 9 4,00 

In den Warenkorb

Erwachsene - Spieltag 9 7,00 

In den Warenkorb

Familienticket - Spieltag 9 18,00 

In den Warenkorb


Vorbericht Handball-Bayernliga Herren Adler Regensburg – VfL Günzburg 8.2.2020
Die aktuelle Partie
Der Spielplan beschert den Regensburg Adler diesmal Besuch aus Schwaben – tabellarisch hochkarätigen noch dazu. Diesen vielversprechenden Anreiz gibt anspruchsvollen Regensburger Handballfans das bevorstehende Gastspiel des derzeitigen Tabellendritten VfL Günzburg kommenden Samstag (19 Uhr) an der Alfons-Auer-Straße. Das zuletzt ganz arg gerupfte Team der Regensburg Adler (1:9 Punkte in den vergangenen 5 Partien) wird wohl eher mit gemischten Gefühlen in diese richtungsweisende Auseinandersetzung gegen die bisher nur mit 6 “Miesen” belasteten bayerischen Schwaben gehen. Zu großer Respekt vor diesem unstrittigen Schwergewicht der Liga sollte allerdings ebenso unangebracht wie letztlich auch kontraproduktiv sein. So mussten die Günzburger in ihren letzten 5 Ligapartien doch zweimal das Feld auch als Verlierer verlassen – und das nicht immer gegen die derzeitige Crème de la Crème der Bayernligatabelle. So missglückte der letzte Günzburger Auftritt – vergangenes Wochenende war man im Gegensatz zu den Adlern spielfrei – bei der doch etwas überraschenden Auswärtsniederlage im Schwabenderby beim TSV Friedberg (24:27). Zudem hatten die Adler Mitte Oktober im Hinspiel auf schwäbischem Boden mit 21:22 nur hauchdünn das Nachsehen – und das auch nur einer (leider gewohnt) schwachen Schlussphase geschuldet. Günzburg weiß: Sollte man beide Punkte im Adler-Horst liegenlassen, wäre man vorerst wohl aus dem Rennen um den Aufstieg. Enorme Zusatzmotivation für den Gast aus Schwaben also, am Samstag in der Kerschensteinerhalle bis zur letzten Minute unaufhörlich zu fighten. Eine klar definierte Ausgangssituation, welche die Aufgabe für die heimischen Adler sicher noch zusätzlich erschweren wird. Kennzeichnend für das Günzburger Spiel ist in den bisherigen Partien ist ein häufig schneller Abschluss, das über 60 Minuten brandgefährliche Spiel über den Kreis sowie eine vorzugsweise 5-1 agierende Abwehr.
Erst vor wenigen Tagen machte der Verein den Weggang seines Topwerfers Frieder Bandlow zum potentiellen nächstjährigen Zweitligisten TV Großwallstadt zu Beginn der nächsten Saison publik. Das sogar noch A-Jugend-spielberechtigte Ausnahmetalent ist auf der gesamten rechten Angriffsseite zuhause und führt mit aktuell 89 Treffern (ex aequo mit dem Anzinger Hoxha) die Torschützenliste der Bayernliga an. Nicht zuletzt seine Kreise zu stören gilt es somit für die Adler(bank) am Samstag. Keinesfalls weniger zu beachten ist das konstant torgefährliche Trio Buck, Jäger und Michael Jahn – sämtlich unter den momentanen Top 30 der Bayernliga-Torschützenliste. Mit aktuell lediglich 323 Gegentreffern wartet auf die Regensburg Adler zu allem Überfluss auch noch die (nach Bayreuth) zweitstärkste Abwehrreihe der Liga. Fest steht: Auf die zumal in den letzten Partien hinten wie vorne immer wieder arg schwächelnden Adler von der Donau kommt am Samstagabend Schwerstarbeit zu.

Verein und Ort – Günzburg kompakt
Es war einmal: Eine hochklassige Vergangenheit, für die man sich in Schwaben heute freilich nichts mehr kaufen kann, bedeutete die insgesamt vier Spielzeiten währende (1980/81 – 1983/84) Zugehörigkeit des VfL Günzburg zur 1. Handball-Bundesliga – als einer der bislang immer noch sehr wenigen Vereine aus dem Freistaat. Lediglich dem TSV Milbertshofen, dem MTSV Schwabing, der TuSpo Nürnberg, dem (gefühlt ohnehin mehr hessischen) TV Großwallstadt sowie aktuell dem HC Erlangen gelang neben dem VfL bisher dieses Kunststück. Zwischenzeitlich glückte dem VfL sogar die Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger, wo man sich in einem deutsch-deutschen Duell erst im Halbfinale dem SC Empor Rostock beugen musste. Beileibe kein Einzelschicksal: Zwischenzeitlich war der VfL dann über Jahrzehnte hinweg sogar bis in die Niederungen der schwäbischen Bezirksliga verschwunden und konnte sich erst 2015 wieder mühsam wieder in die Landesliga hocharbeiten, 2017 dann gelang bereits der Aufstieg ins bayerische Oberhaus, in dem man sich mittlerweile längst im Vorderfeld der Tabelle etabliert hat – auch ohne tierische Umbennung. Der TSV Milbertshofen, TuSpo Nürnberg und der MTSV Schwabing könnten hier prinzipiell genau dasselbe Lied singen – allerdings ohne jemals wieder nach oben in die Bayernliga gekommen zu sein. Bezeichnend für den Stellenwert des Handballsports donauabwärts entfällt nicht weniger als ein Drittel der Gesamtmitgliederzahl des VfL Günzburg 1874 e.V. (gut 1700, Stand 2017) auf seine Paradesparte, die überregional bekannte Handballabteilung. Die heimische Rebay(nicht rebuy 😉 )-Halle besitzt ein beachtliches Fassungsvermögen von ca. 2500 Zuschauern.
Donau und Römer – Gemeinsamkeiten verbinden: Günzburg liegt ca. 170 km flussaufwärts ebenfalls an der Donau, dabei auf halber Strecke zwischen Neu-Ulm und Gundelfingen in Oberschwaben unmittelbar am Rand des Donaurieds, unweit der Grenze zum württembergischen Schwaben. Wie unsere Castra Regina sieht sich auch Günzburg als alte römische Kastellgründung (erstmalige mutmaßliche Nennung 1. Jh. n. Chr.). Daher der Name: Aller Wahrscheinlichkeit nach ist “Günzburg” hergeleit vom indogermanischen “gheu” (= “wasserreicher Fluss”), selbst vermutlich wiederum basierend auf der keltischen (von den Römern adaptierten) Glaubensvorstellung, den Ort als Wohnort der kultisch verehrten Flußgöttin Gôntia zu betrachten. Nach und nach formte sich aus der römischen “Guntia” im Laufe der Jahrhunderte der heute Stadtname. Die Stadt unserer Tage befindet sich an der Einmündung von Nau und Günz in die Donau. Das Günzburg unserer Tage repräsentiert eine große schwäbische Kreisstadt mit eigenem Landkreis und nennt derzeit knapp 21 000 Einwohner (Stand 2018) sein eigen. Die Fahrstrecke von Regensburg nach Günzburg beträgt 193 km, sprich 2 Stunden Fahrzeit. Die geographische Distanz zum gastierenden VfL liegt für die heimischen Adler somit im Mittelfeld in Sachen Entfernung der Ligakonkurrenten.

Zusatzinfo
Im Gegensatz zum letzten, von Verbandsseite äußerst unglücklich terminierten, Heimspieltag treten die Drittliga-Damen des ESV 1927 diesmal auswärts (Sonntag, 9.2.) zum absoluten Spitzenspiel bei der erstplatzierten Bundesliga-Reserve des TuS Metzingen II an – und bedeuteten somit schon einmal keine Konkurrenz in Sachen besuchsmäßig etwaig noch unschlüssiger Heimfans. Ein triftiger Grund also mehr, den Regensburg Adlern am Samstag in dieser für den weiteren Saisonverlauf zweifellos wegweisenden Partie mit zahlreichem Erscheinen und möglichst lautstark 60 Minuten lang den Rücken zu stärken. Es wäre deshalb phantastisch, wenn sich diesen 2. Samstagabend im Februar der Adler-Horst in eine (für den Gegner) furchterregende Adler-Hölle verwandeln könnte. Familien, Freunde, aktive Handballer, Vereinsmitglieder, einfach nur Handballfans: Die Mannschaft der Adler bedankt sich bereits jetzt bei jedem einzelnen Besucher fürs Kommen und wird bis zur Schlusssirene definitiv alles dafür geben, diese megawichtige Unterstützung von den Rängen auch wert gewesen zu sein. Wir sehen uns!

Voraussichtliche Aufstellung der Teams:
Regensburg Adler

Adler 2019 / 2020

#SpielerPositionTore
3irlgerSteffan MeyerRückraum Mitte52
5gerTom WukaLinksaussen49
7gerMarwin WunderRechtsaussen45
8gerValentin DemlLinksaussen81
16gerMaximilian LotterTorwart1
17gerKonstantin SingwaldRückraum links82
22hunBence CsikiTorwart0
39gerDaniel MulitzeRückraum links4
44gerArmin KienerKreis, Rückraum links2
75czeŠíra JakubKreis33
77gerTobias StoiberLinksaussen22
96gerLukas HeinleRückraum links, Rückraum Mitte43
97gerStephan KlenkRückraum rechts21
99gerTim VasoldKreis6

Vfl Günzburg

Austragungsort

Kerschensteiner-Sporthalle
Alfons-Auer-Straße 24, 93053 Regensburg, Deutschland

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in News. Setzen Sie ein Lesezeichen für den Link.